Erfahrungsbericht zur Ausbildung bei der Jonas KG

von Azubi Tais Löwen (links)
hier mit Ausbilderin Gaby Jonas (mitte)

Nach einigen erfolglosen Vorstellungsgesprächen wurde ich bei der Jonas KG eingeladen. Mein Traum war es, in einem Beruf zu arbeiten, in dem ich Kontakt mit Menschen habe und es abwechslungsreich ist. Eine Ausbildung mit der ich eine Basis schaffe für mein Berufsleben.

Nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch und zwei Probearbeitstagen, wurde mir klar, dass ich hier arbeiten wollte. 2011 begann ich deshalb meine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau.

Das Unternehmen ist überschaubar und man hat sofort einen guten Kontakt zu den Mitarbeitern. Auch die Ausbilder sind für einen da, wenn man sie braucht. Man ist also keine X-beliebige Auszubildende, die nur Eine von Vielen ist.

Schnell wurde ich von dem Bahnhofsteam in die Bedienung der Kasse eingewiesen und verschaffte mir einen Überblick über die Ware. Als Verkäuferin aufzutreten war ein ganz neues Gefühl. Ich brauchte meine Zeit, um zu lernen, wie ich mit den Kunden am Besten umgehen konnte.

Nicht nur im Verkauf, sondern auch in der Schule geht es voran. In den drei Ausbildungsjahren verbringe ich zwei Tage die Woche in der Berufsschule. Dort wird die Theorie vermittelt, z.B. wie man Verkaufspreise kalkuliert, wie die Waren richtig präsentiert werden und die Buchführung abgewickelt wird. Durch Schulungen, Infomaterial und vor allem durch die Mitarbeiter lerne ich täglich dazu, welche Unterschiede es gibt bei den Tabakerzeugnissen.

Schulungen verschiedener Industriepartner sind im festen Programm und sogar Außendienstmitarbeiter haben ein offenes Ohr für Fragen. Auch einen Besuch bei der Inter-tabac durfte ich miterleben, dies ist eine alljährliche Messe für die Tabakbranche. Im Einzelhandel hat man viele Möglichkeiten. Die verschiedensten Branchen öffnen einem die Türen, seien es Bekleidungsgeschäfte, Technikgeschäfte, Möbelhäuser oder eben Tabakwarenfachgeschäfte.

Kleine Tabak-Studienreise

Ausbilderin Gaby Jonas berichtet

Im Rahmen der Ausbildung machen wir immer eine kleine Studienreise in das Bremer Umland. Aus diesem Anlass kommen auch die Azubis aus Hamburg zu uns nach Bremen. Auch in der näheren Umgebung von Bremen wird Tabak angebaut, man kann es kaum glauben. Für handgemachte Zigarren reicht die Qualität nicht ganz aber für Zigarette und Wasserpfeife eignet sich der Tabak sehr gut.

Die Fotos zeigen uns bei einem Tabakbauern in der Nähe von Bremen, den wir im Frühjahr besucht haben, das ist nämlich die Zeit, in der die winzigen Tabaksamen in vorbereitete, kleine Töpfe mit Anzuchterde in eine Sämaschine eingelegt werden. Diese Töpfe sind auf großen Styroporplatten verankert. Damit die Tabaksamen überhaupt verarbeitet werden können, werden sie umhüllt, denn sonst wären sie mit dem bloßen Auge gar nicht zu erkennen.

Ein Gramm Tabak beinhaltet nämlich 10.000 Samenkörner. Natürlich müssen diese also erst mal „sichtbar“ gemacht werden, um sie verarbeiten zu können. Nach dem Einlegen in die Platten kommen diese in Gewächshäuser, denn die Pflanzen brauchen zum Keimen viel Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Nach kurzer Zeit entwickelt sich eine kleine Pflanze, die viel Wasser braucht. Nach 6 - 8 Wochen wird die Pflanze maschinell auf das Feld draußen gepflanzt. Dort kann sie jetzt in Ruhe wachsen, wobei sie natürlich der deutschen Witterung ausgesetzt ist. Sie darf also nicht zu früh ins Freie, da sonst Bodenfrost droht.

Es gehört also viel Erfahrung dazu im Umgang mit dem Tabak und seinem Anbau. Wir sind jedenfalls schon richtig gespannt wie es weitergeht mit Ernte und Trocknung. Es war ein schöner interessanter Tag, besonders weil alle Azubis auch zusammenkommen und sich austauschen können.

Toll auch, dass man zum Naturprodukt Tabak auch einen kleinen Eindruck bekommen kann ohne eine Reise nach Cuba zu machen. Der Anbau an sich und die Pflanze ist weltweit ähnlich.

 

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